Projektwoche an der Sankt-Martin-Schule Ende April 2015
Vom 27. bis 30. April fand in diesem Schuljahr 20114/2015 die Projektwoche an der Sankt-Martin-Schule statt. Insgesamt standen für die Schülerinnen und Schüler 8 unterschiedliche Projekte zur Auswahl.
Projekt Schwarzlichttheater
Die leuchtenden Namensschilder
Viel Applaus gab es für die Projektgruppe Schwarzlichttheater am letzten Tag der Projektwoche. In zwei Vorstellungen zeigten die „Schwarzlichtmäuse“ der Schulgemeinde, was sie in den vergangenen drei Tagen mit viel Ausdauer, Ideenreichtum und Spaß ausprobiert und einstudiert hatten.
Neben eher ruhigen Nummern, wie den „Leuchtenden Namensschildern“, dem „Schwebenden Ball“ und der „Sechsarmigen Tänzerin“ gab es zu flotter Musik die „Tanzenden Hände“ und schließlich die „Singenden Sockenpuppen“. Mit einem Trommelwirbel wurde dann das „ENDE“ eingeläutet.
Die leuchtenden Socken
Alle Schwarzlichtmäuse waren sich einig: „Das hat richtig viel Spaß gemacht. Ich würde das gern wieder machen!“ Dass das auch wirklich so war zeigte der lang anhaltende Applaus nach den beiden Vorstellungen im Rahmen der Projekpräsentation.
Das Enseble
Die komplette Vorstellung zum download: hier
Projekt: Zeitreise - mit dem Rad zu Besuch in verschiedenen Museen
Wetterbedingt startete die Zeitreise leider ohne Fahrrad. Ursprünglich war eine Führung im Heimatmuseum Neukirchen geplant. Über den gut ausgebauten „Rotkäppchenradweg“ (ehemalige Bahntrasse) wollten wir per Rad dorthin gelangen.
Alternativ wurde mit Regenschirm zum Kalkbruch in unmittelbarer Nähe von Dittershausen gewandert. Die dortigen fossilen Funde (Versteinerungen von urzeitlichen Tieren) entschädigten für den verregneten Vormittag.
Am zweiten Tag war das Schwälmer Dorfmuseum in Holzburg das Ziel der Radfahrer.
Eine umfangreiche Ausstellung wertvoller Stücke aus der Schwalm (wie z.B. Schwälmer Trachten,Werkzeuge und Utensilien aus Handwerk, Haushalt und Landwirtschaft) machten das Museum interessant.
Am dritten Tag stand die NS- Gedenkstätte in Trutzhain auf dem Programm.
Nach einem kurzen Besuch auf dem Internierten-Friedhof wurde das Museum in Trutzhain angesteueret. Ein abschließender Rundgang durch Trutzhain rundete die Zeitreise in die spezielle „Schwälmer- Vergangenheit“ ab.
Projekt: My Song for you
"My Song for you" so hieß das Projekt der Sankt-Martin-Schule, bei dem die Mädchen und Jungen einen eigenen Song aufgenommen haben. Unter Anleitung ihrer Lehrer, Fabian Schiller und Klaus Wege, machten sich die jungen Musiker zunächst daran, Texte zu schreiben und mit Hilfe des PC eigene Drumbeats zu programmieren.
Herausgekommen ist dabei ihr erster eigener Song mit dem Titel "1000 tolle Sachen", der das Lebensgefühl der Schüler widerspiegelt, auf die nach Abschluss ihrer Schulzeit, ein neuer Lebenabschnitt mit vielen Herausforderungen zukommt. Der Song kann hier angehört werden:
Dank digitaler Aufnahmetechnik entstanden zunächst die Tonspuren mit Drums, Bass, Gitarre und Keyboards. Danach sangen die Sängerinnen den Refrain und die beiden Strophen ein. Zum Projektabschluss präsentierte die junge Band ihren fetzigen Song einem begeisterten Publikum, das viel Applaus spendete.
Projekt Ton und Töpfern
Während der Projekttage konnten die Schülerinnen und Schüler vieles über Ton in Erfahrung bringen. Was ist Ton? Wie entsteht Ton? Wo bekomme ich Ton her? Wie kann man Ton verarbeiten? Wie kann ich Ton bemalen? Wo wird Ton gebrannt? Wie sieht es in einer Töpferei aus?
Aber zuerst wurde mit Ton gearbeitet, er wurde geknetet, gerollt, modelliert und verziert. Manche wagten sich an Tierfiguren, Schalen, Schmuckstücke oder kleine Insektenhotels. Nach einer kurzen Trocknungsphase konnten die Gegenstände mit speziellen Farben angemalt werden. Nach und nach entstanden viele schöne Dinge, die nur noch im Ofen gebrannt werden müssen.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der Töpferei Burberg in Hundshausen. Die Töpfer waren über die guten Vorkenntnisse und das Interesse der Schülerinnen und Schüler erstaunt, und sie informierten ihrerseits gern über die Kunst des Töpferns, mal an der Drehscheibe und mal per Würsteltechnik, um einen Henkel an eine Tasse zu setzen. Auch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Projektgruppe durften in der Töpferwerkstatt eine kleine Schüssel formen und mit einem Holzstab verzieren. Zum Schluss wurden noch die Brennöfen besichtigt und dann ging es mit dem Bus zurück zur Schule. Während der Präsentation am letzten Tag der Projektwoche konnten sich die Besucher von einem gelungenen Projekt überzeugen.
Projekt: Filzen
In der Projektwoche Filzen wurden die Techniken Trockenfilzen mit der Nadel und Nassfilzen erlernt.. Aus einem großen Angebot konnten Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 1 bis 9 entsprechend Alter und Geschlecht interessante Gegenstände auswählen. Unsere Jüngsten filzten vorwiegend Kuschelmonster oder Sorgenfresser, die Älteren gestalteten Herzen mit Seidenwolle. Glückskugeln, Armbänder, Haarschmuck, verschiedene Blumen und Tiere wurden von allen Schülern hergestellt.
Projekt: Farben selbst herstellen
Ziel der Projektgruppe war es, verschiedene Farben mit Caseinpulver als Bindemittel herzustellen. Casein gewinnt man, wenn frische Kuhmilch einige Tage an der Luft stehen bleibt. Das flockig aussehende Casein setzt sich dann von der Molke ab. Vermutlich wurde dieses Milcheiweiß als Bindemittel schon bei der Höhlenmalerei benutzt.
Wir haben dieses Verfahren unter der Zugabe von Essigessenz beschleunigt, anschließend das flockige Casein herausgefiltert und nach mehrmaligem Waschen im Ofen bei 80⁰ C in einer Glasschale ca. zwei Stunden getrocknet. Abschließend wurde das getrocknete Casein zu Pulver gemahlen.
In einem nächsten Schritt wurde die eigentliche Caseinfarbe hergestellt. Hierzu mischten die Schüler das pulverisierte Casein mit unterschiedlichen Farbpigmenten, Wasser und Calciumhydroxid (gelöschter Kalk) in einem bestimmten Verhältnis. Durch die chemische Reaktion entstand ein zähflüssiges Gemisch in unterschiedlichen Farben, abhängig von den beigemischten Farbpigmenten. Diese wiederum konnten wir vorher aus Naturmaterialien gewinnen.
Dass die hergestellten Caseinfarben auch vermalt werden konnten, davon überzeugten sich die Schüler abschließend mit großem Eifer.
Projekt:Rund ums Pferd
"Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde."
Davon konnten sich acht Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis neun überzeugen.
Auch wenn die ersten Begegnungen mit den höchst gelassenen Schulpferden des Reit- und Sportvereins Ziegenhain, Dodo und Blümchen, die ein Stockmaß von 1, 70 m haben, schon respekteinflößend waren.
Doch bevor es zum Reiten kam, wurde vorsichtig Kontakt mit den Pferden aufgenommen, sie wurden geputzt, gestreichelt und geführt.
Bereits beim Führen wurde insbesondere den jüngeren Schülern die Größe der Schulpferde so unheimlich, dass an ein Aufsitzen nicht mehr zu denken war. Damit wäre für sie der Wunsch zu Reiten nicht in Erfüllung gegangen, wäre da nicht "Gisela" gewesen. Denn kurzerhand zauberte die Familie Steinbrecher/Schrage am dritten Tag ein Pony aus dem Hänger. Das freundliche Pony "Gisela" erwies sich als der ideale Reitpartner für die jüngeren Schüler.
Nützliches und Wissenswertes über Pferde im allgemeinen wie beispielsweise : "Wie reagiert ein Pferd , wenn es erschrickt?", "Warum gehe ich nie hinter einem Pferd her?", "Wie heißen weiße, schwarze oder braune Pferde?" und vieles mehr, wurde den Schülerinnen und Schülern von Frau Schrage in kurzen praktischen und theoretischen Exkursionen sachkundig erläutert.